Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen

Die Regensburger Badebetriebe GmbH (RBB) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Stadtwerke Regensburg GmbH (SWR), Regensburg. Zwischen der SWR und der RBB besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die RBB ist Betreiberin der drei Regensburger Bäder, des Sauna-Paradieses im Westbad sowie der Donau-Arena (Eisstadion mit multifunktionaler Nutzung). Seit Fertigstellung (Juli 2015) der Arena Regensburg, einem Fußballstadion, dessen Eigentümerin die Stadt Regensburg – vertreten durch den Regiebetrieb Arena Regensburg – ist, hat die RBB die vollständige Bewirtschaftung und den Betrieb des Stadions übernommen. Bei der RBB waren zum Bilanzstichtag 53 Mitarbeiter (Vorjahr: 54 Mitarbeiter) beschäftigt, wobei längere Abwesenheiten (z. B. wegen Krankheit) unberücksichtigt blieben.

Die RBB ist mit 64,52 % am Kommanditkapital der REWAG REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG & CO KG (REWAG KG), Regensburg, beteiligt. Die REWAG KG ist in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation tätig.

Die Gesellschaft orientiert sich im Rahmen ihrer Tätigkeit am vom Aufsichtsrat genehmigten Wirtschaftsplan, bestehend aus dem Erfolgs-, Investitions-, Finanz- und Stellenplan. Die zentralen Steuerungsgrößen stellen das Ergebnis aus der eigenen Geschäftstätigkeit sowie die Beteiligungserträge aus der REWAG KG dar. Der kostendeckende Betrieb der Bäder und der Donau-Arena ist aufgrund der gemeinwirtschaftlichen Preisfestlegung nicht möglich. Sofern das Defizit in diesem Bereich höher ausfällt als prognostiziert oder falls die REWAG KG geringere Überschüsse erwirtschaftet als geplant, wird das grundsätzliche Ziel des Mutterunternehmens, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, gefährdet. Im Rahmen des unterjährigen Berichtswesens erfolgt ein Plan-Ist-Vergleich, bei dem Abweichungen systematisch untersucht werden.


Geschäftsverlauf

Folgende Betriebsleistungen wurden erbracht:

Anzahl Betriebstage 2016 2015
Westbad 347 337
Hallenbad 317 301
Wöhrdbad 137 137
Sauna-Paradies im Westbad 352 351
Donau-Arena 311 306
Badebesucher in Tsd. 2016 2015
Westbad 430 459
Hallenbad 101 99
Wöhrdbad 80 109
Saunabesucher in Tsd. 2016 2015
Sauna-Paradies im Westbad 67 68
Besucher Donau-Arena in Tsd. 2016 2015
Öffentlicher Eislauf 46 42
Veranstaltungen 87 77

 

Im Geschäftsjahr 2016 war trotz einer gesteigerten Anzahl von Betriebstagen insgesamt ein Rückgang der Badbesucher um 56 Tsd. Gäste zu verzeichnen. Dies ist auf das im Vergleich zum Vorjahr weniger sonnige und warme Sommerbadewetter zurückzuführen.

Der Verlust aus dem Betrieb der Bäder und der Donau-Arena belief sich im Geschäftsjahr 2016 wie geplant auf 7,5 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist dabei hauptsächlich auf außerplanmäßige Abschreibungen (0,8 Mio. €) sowie eine neugebildete Rückstellung für eine Rückbauverpflichtung (0,3 Mio. €) zurückzuführen.

Die REWAG KG, an deren Kommanditkapital die RBB mehrheitlich beteiligt ist, erzielte in der Berichtsperiode erneut ein sehr gutes Ergebnis. Der Jahresüberschuss fiel mit 23,0 Mio. € um 1,8 Mio. € höher aus als geplant. Im Vorjahr erwirtschaftete die REWAG KG einen Gewinn von 22,5 Mio. €. Das Finanzergebnis der RBB ist durch die Beteiligungserträge aus der REWAG KG mit 14,5 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €) positiv beeinflusst.  

Insgesamt war die wirtschaftliche Entwicklung der RBB im Geschäftsjahr 2016 zufrieden stellend. Der an die SWR abzuführende Gewinn beträgt 7,2 Mio. € und liegt damit um 1,1 Mio. € über dem Planansatz. In der Vorperiode betrug der an die Gesellschafterin abzuführende Gewinn 8,1 Mio. €.